FSG Tirol/Bernhard Höfler: Mobilität ist kein Luxus

„OMV-Spitze weit entfernt von Lebensrealitäten der Menschen“

„Für hunderttausende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist Mobilität kein Luxus, sondern Voraussetzung dafür, überhaupt zur Arbeit zu kommen, die Kinder zu versorgen oder den Alltag zu bewältigen. Wer in so einer Situation der Bevölkerung ausrichtet, sie müsse halt zahlen oder zu Fuß gehen, verhöhnt genau jene Menschen, die dieses Land Tag für Tag am Laufen halten“, so Nationalratsabgeordneter und Tiroler FSG-Vorsitzender Bernhard Höfler. Die Aussagen von OMV-Chef Alfred Stern zu den hohen Spritpreisen sind für ihn an Überheblichkeit kaum zu überbieten. Wer den Menschen in Österreich sinngemäß ausrichtet, dass am Ende eben jene „zu Fuß gehen“, die sich die Preise nicht mehr leisten können, zeigt, wie weit entfernt manche Konzernspitzen von der Lebensrealität der Bevölkerung inzwischen sind.

 

Klar ist: Internationale Krisen und Unsicherheiten auf den Energiemärkten wirken sich auf Preise aus. Aber genauso klar ist auch: Es kann nicht sein, dass Preissteigerungen immer sofort an die Konsumentinnen und Konsumenten weitergegeben werden, während Entlastungen ausbleiben und Konzerne gleichzeitig mit Verweis auf den Markt jede Verantwortung von sich weisen.

 

„Die Menschen haben jedes Recht, sich zu fragen, warum sie jeden Preisschock voll bezahlen sollen, während sich große Konzerne hinter Marktmechanismen verstecken. Wer von Versorgungssicherheit spricht, darf soziale Gerechtigkeit nicht einfach vom Tisch wischen“, betont Höfler.

 

Für Höfler braucht es jetzt klare Konsequenzen statt zynischer Belehrungen:

mehr Transparenz bei der Preisbildung, strengere Kontrolle von Margen und ein entschiedenes Vorgehen gegen krisenbedingte Übergewinne auf Kosten der Bevölkerung.

 

„Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Pendlerinnen und Pendler und Familien dürfen nicht die Melkkühe eines Systems sein, in dem nach oben kassiert und nach unten erklärt wird, warum alles alternativlos sein soll. So geht man mit den Menschen in diesem Land nicht um“, so Höfler abschließend.

Weiter
Weiter

FSG Tirol begrüßt Jahr des Ehrenamts