FSG Tirol: Meinungsumfrage bei knapp 500 Teilnehmer:innen liefert wertvolle Einblicke

Sozialstaat und faire Verteilung als Schwerpunkte für 2025

Die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter:innen (FSG) Tirol hat im Rahmen ihres Gewinnspiels von 1. bis 24. Dezember 2024 Meinungen von Gewerkschaftsmitgliedern und Nichtmitgliedern eingeholt. Ziel der Umfrage war es, ein besseres Verständnis für die Anliegen der arbeitenden Bevölkerung in Tirol zu gewinnen. Die Ergebnisse zeigen klare Trends, die sowohl für die politische Arbeit der FSG als auch für die Gewerkschaftsarbeit wertvolle Impulse liefern.

 

Wichtige Ergebnisse im Überblick:

  • Gewünschte Wochenarbeitszeit: Im Durchschnitt wünschen sich die Teilnehmer:innen eine Wochenarbeitszeit von 34,8 Stunden. Insbesondere bei den jüngeren Altersgruppen (18-29 Jahre) liegt die gewünschte Arbeitszeit mit 33,8 Stunden niedriger als bei den älteren Gruppen (60+ bei 35,6 Stunden).

  • Themenschwerpunkte: Die befragten Personen nannten folgende Themen als besonders wichtig:

    • Sozialstaat

    • Faire Verteilung

    • Bildung und Integration

  • Einstellung zur Millionärssteuer: Eine überwältigende Mehrheit der Teilnehmer:innen sprach sich für die Einführung einer Millionärssteuer aus. Viele favorisierten eine Grenze von 1,5 Millionen Euro an reinem Vermögen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Bevölkerung eine gerechtere Vermögensverteilung unterstützt und klare Maßnahmen fordert, um soziale Ungleichheit zu bekämpfen.

 

Die Ergebnisse der Umfrage geben uns einen klaren Handlungsauftrag, so Bernhard Höfler, Vorsitzender der FSG Tirol und Nationalratsabgeordneter (SPÖ). Er fordert: „Eine solche Vermögenssteuer sollte zweckgewidmet sein und gezielt in Bildung, Gesundheit und soziale Absicherung fließen. Damit könnten wir sicherstellen, dass die Einnahmen direkt den Menschen zugutekommen und langfristig unsere Gesellschaft stärken. Das ist nicht nur fair, sondern auch notwendig, um den Sozialstaat zu stärken.“

 

Mit Blick auf die Themenschwerpunkte der Umfrage sagt Höfler: „Die Menschen in Tirol wollen einen starken Sozialstaat, der sie in schwierigen Zeiten unterstützt. Das ist ein klarer Handlungsauftrag an die Politik und die Gewerkschaften, sich entschieden für soziale Sicherheit einzusetzen.“

 

Ausblick

Die FSG Tirol bedankt sich bei allen Teilnehmer:innen für ihre wertvollen Beiträge. „Wir werden die Ergebnisse nutzen, um unsere Arbeit noch gezielter auf die Bedürfnisse der Menschen auszurichten. Diese Erkenntnisse werden auch in unsere Schwerpunkte und Initiativen für das Jahr 2025 einfließen. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern und Unterstützer:innen setzen wir uns dafür ein, dass Tirol ein Bundesland bleibt, in dem soziale Gerechtigkeit und Solidarität großgeschrieben werden,“ erklärt Höfler.

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