FSG Kitzbühel: Forderungen für ein gerechteres Österreich
FSG-Chef Muchitsch fordert von nächster Bundesregierung Maßnahmen für faire Arbeit, leistbares Wohnen, Stärkung der Gesundheitsversorgung und sichere Pensionen
Im Zug der bundesweite Sommertour mit insgesamt 100 Stationen präsentierte der FSG-Bundesvorsitzende Abg. z. NR Josef Muchitsch in Kitzbühel gemeinsam mit Tirols FSG-Vorsitzendem Bernhard Höfler die vier Kernforderungen der Fraktion Sozialdemokratische Gewerkschafter:innen (FSG) für ein leistbares Leben für alle.
„In Zeiten der Krise müssen alle Parteien an einem Strang ziehen. Schluss mit der reinen Ankündigungspolitik – hin zu einem Politik der Lösungen, wo auch Expert:innen wieder eingebunden werden“, so Muchitsch. Er appellierte im Vorfeld der Nationalratswahl: „Am 29. September entscheiden die Arbeitnehmer:innen über die Zukunft unseres Landes. Sie entscheiden, ob Arbeitnehmervertreter:innen am Verhandlungstisch zur Bildung einer Regierung mit dabei sind.“
Bernhard Höfler ging in seinem Statement auf die Herausforderungen in Tirol ein: „Die aktuelle Situation in den Industriebetrieben Tirols ist äußerst besorgniserregend. Hunderte von Arbeitsplätzen sind bedroht, und es bedarf dringender Maßnahmen, um diesen Verlust zu verhindern. Daher fordere ich eine dringende Anpassung der Kriterien für Kurzarbeit. Nur durch flexible und angepasste Regelungen können wir sicherstellen, dass die Arbeitsplätze erhalten bleiben und die wirtschaftliche Stabilität der Region gewahrt wird.” Eine Eindämmung der horrenden Wohnkosten sei vor allem für den Bezirk Kitzbühel essentiell, so Höfler: „Wohnraum ist ein Grundrecht und kein Spekulationsobjekt. Hier braucht es endlich zahlreiche Maßnahmen, auch um den Ausverkauf unserer Heimat zu stoppen und dem Geschäftsmodell ausländischer Spekulanten endlich einen Riegel vorzuschieben!“ Er sprach sich auch für konkrete Integrationsmaßnahmen aus, wie die Feststellung der Qualifikationen von Migrant:innen und die Einführung eines Integrationsjahres. Der FSG-Vorsitzende kritisierte weiter den missbräuchlichen Gebrauch des Begriffs „Leistung“ und forderte eine echte Anerkennung, besonders in der Pflegebranche. Zudem plädierte Höfler für faire Preise für Produkte von Nebenerwerbsbäuer:innen.